Notruf 112. Woran krankt der deutsche Rettungsdienst?

ZDFzoom

 

Tausende Menschen sterben in Deutschland bei Notfällen, weil lebensrettende Hilfe zu spät am Einsatzort ist und Notärzte nicht ausreichend ausgebildet sind, klagen Experten.
Zentrales Problem sei die schlechte Organisation, kritisieren viele Ärzte: „Es werden Menschen sterben, weil wir zu spät kommen“, sagt Dr. Gerdts, ärztlicher Leiter, Rettungsdienst Cuxhaven, denn die Zahl der Einsätze steige – die der Notärzte und Einsatzwagen nicht.

ZDFzoom-Reporter Ingo Thöne geht der Frage nach, warum der deutsche Rettungsdienst im europäischen Vergleich so schlecht da steht und wie man ihn reformieren müsste. Er spricht vor allem mit den Praktikern, aber auch mit Fachverbänden, Krankenkassen und Patienten. „Es braucht ein ganzes Maßnahmenpaket“, so der Leiter des Rettungsdienstes Münster, Dr. Andreas Bohn. Dringend notwendig sei zum Beispiel eine bessere und schnellere Einschätzung und Verteilung der Notfälle in den Leitstellen: „Die Hilfe muss bereits am Telefon beginnen, damit könnten wir bei plötzlichem Herzstillstand 10.000 Menschenleben retten.“


Autor: Ingo Thöne

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