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Urlaub vor der Haustür – Mikroabenteuer in der Natur // ZDF

ZDF
43 Minuten
Autor: Denise Jacobs, Juliane Kussmann
Online: auf zdf.de

Rausgehen, mit Gewohnheiten brechen, einfach mal Machen: So könnte man Christo Foersters Idee knapp zusammenfassen. In seinem Buch “Mikroabenteuer” beschreibt der Motivationstrainer, wie wir mit wenig Aufwand und Budget dem Alltagstrott entfliehen können. Dafür müssen wir nicht mal den höchsten Berggipfel erklimmen oder ins Flugzeug steigen. Während der weltweiten Corona-Krise fällt für viele Menschen in Deutschland der gewohnte Sommerurlaub aus. Der Trend zu spontanen Naturabenteuern direkt vor der Haustür könnte aus der Not eine Tugend machen.

Zwei Freundinnen aus der Nähe von Wiesbaden, eine vierköpfige Familie aus Leipzig und ein Paar aus Hamburg verlassen für uns die eigene Komfort-Zone und wagen den Spontan-Trip in die „Wildnis“. Die Teams starten mit unterschiedlichen Voraussetzungen und ganz individueller Motivation. Was sie teilen, ist das Gefühl, dass ihnen durch die verhängten Corona-Maßnahmen langsam aber sicher die Decke auf den Kopf fällt.

Die Freundinnen Sarah und Sarah haben sich für einen Wanderausflug im Rheingau entschieden. Ohne eine feste Route laufen sie los. Klingt einfach. Doch für jedes Team gibt es noch besondere Herausforderungen, die sie meistern müssen. Die erste: Nachts sollen sie – ohne Zelt – im Freien schlafend verbringen. Völlig unvorbereitet trifft die beiden ein Gewitter und Starkregen. Horror-Szenario, wenn man nicht die richtige Ausrüstung hat. Und auch beim Abendessen haben sich die Yogalehrerin und die Hotelfachfrau etwas verkalkuliert.

Jimmy und Sven-Uwe aus Hamburg starten bei bestem Wetter mit dem Fahrrad. Doch die Ausdauer hält nicht so lange wie gedacht. Und auch Kartenlesen will gelernt sein. Dass man sein Schlaflager nicht einfach überall aufschlagen kann, merken sie, als der Besitzer einer Wiese anrückt.

Die Familie Moschner-Kozik entscheidet sich für den Wasserweg – mit einem 4er Kanadier soll die Umgebung der Heimatstadt Leipzig neu entdeckt werden. In die Schule können beide Kinder momentan nicht regelmäßig gehen und die Spielplätze öffnen gerade erst wieder. Die Familie lebt in einer kleinen Wohnung in der Stadt. Da gilt es kreativ zu werden – vor allem um die 8-jährige Josephine und den 11-jährigen Jonas bei Laune zu halten. An Ausrüstung haben sie für ihr Mikroabenteuer nicht gespart. Im Vergleich zu Sarah und Sarah ein klarer Vorteil. Allerdings ein Problem, wenn man in einem kleinen Boot unterwegs ist.

Einfach los und machen – wie alltagstauglich ist dieses Konzept? Vor allem, wenn der Ausflug in die Natur keine Routine ist und alles ganz anders läuft als geplant.

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