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HSH – Die Zockerbank // NDR 45 Min

NDR 2010
45 Minuten
Autor: Michael Cordero, Michael Richter

Die Zockerbank

„Unser Geld in die Welt“ hätte der Leitsatz der HSH Nordbank sein können. Ob US-Immobilien, Finanzderivate oder riskante Schiffsfinanzierungen: Die Banker aus dem Norden waren überall dabei.

Das Ergebnis: Ende 2008 hätte die HSH Nordbank eigentlich schließen können. Millionenverluste und Milliardenkapitalspritzen von den Eigentümern, den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein. Summen so hoch wie die Landeshaushalte.
Die NDR Reporter begeben sich auf eine Spurensuche: Wie genau wurden die Milliarden verbrannt? In den USA finden sie reihenweise nahezu leer stehende Immobilien. Viele wurden noch nach Beginn der Krise 2007 von der HSH Nordbank finanziert: einzelne Objekte mit rund 650 Millionen Euro. In London, wo die Bank rund 30 Milliarden Euro zum Teil toxische Papiere bewegt hat, berichten Branchenkenner, wie sich die Kollegen aus Kiel und Hamburg in einer Spielklasse verzockten, die für sie eine Nummer zu groß war.

Warum hat niemand etwas bemerkt? Langwierige Recherchen in Zusammenarbeit mit NDR Info bringen Dokumente und Zeugen ans Tageslicht, die bestätigen, was die Hamburger Staatsanwaltschaft sagt: Es gibt ausreichend Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten ehemaliger und heutiger Vorstände der Bank.